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Lebusa

Kirche

Herzlich willkommen im Ortsteil Lebusa!
Der Ort ist wohl einer der ältesten in der Region. Der mittelalterliche Chronist und Bischof Thietmar von Merseburg berichtet, dass Heinrich von Meißen im Jahre 932 gegen die Wenden auszog und die Feste Liubusua belagerte und besiegte. Leider versäumte der Chronist eine genaue Lokalisierung. Die Lebusaer gehen davon aus, dass die Feste an der Stelle des heutigen Lebusa gestanden haben soll und feierten 1982 das 1050jährige Jubiläum ihres Ortes. Um 1725 wurde die barocke Kirche nach Entwürfen von M.D. Pöppelmann errichtet. Die Kirche ist der einzige barocke Kirchenneubau der Region, der nicht im Fachwerk, sondern als massiver Putzbau errichtet wurde. 1727/29 wurde die Silbermann-Orgel von dem Freiberger Orgelbaumeister "Gottfried Silbermann" erbaut, da v. Milckau, einer der führenden Generäle Augusts des Starken, in Freiberg stationiert gewesen war und 1714 Geld zum Bau der Orgel gespendet hatte. Gegenüber der Kirche beginnt der mit seltenen Bäumen und Sträuchern gestaltete Gutspark. Den Mittelpunkt des Parks bildet das Gutsschloss. Neben dem Schloss befindet sich ein großer Wirtschaftshof mit Stallbauten des 19. Jahrhunderts. Dort hat der Lebusaer Reit- und Pferdesportverein und andere Pferdeliebhaber ihr Domizil eingerichtet. Viel besucht ist das im August stattfindende Lebusaer Reit- und Springturnier. Die Bockwindmühle ist ein technisches Denkmal und ein Zeugnis handwerklicher Kunst früherer Zeit. Mit dem Erbauungsjahr 1686 (eingekerbt im Gangantrieb) ist sie die älteste funktionstüchtige Bockwindmühle der neuen Bundesländer.